Tanzen mit Isabel Edvardsson

29. Juli 2015
Seit einem Jahr besuchen wir verschiedene Tanzkurse und gerade als wir aufhören wollten, kam Isabel mit frischem Wind.

 

Hi, Holá & Privet liebe Isabel,

 

Wir freuen uns riesig über Deinen Besuch auf unserem BlogSofa! Als preisgekrönte Profitänzerin hast Du im Januar Deine eigene Tanzschule in Hamburg eröffnet. Aber zuerst interessiert uns brennend:

 Wie hast du Deine Leidenschaft zum Tanzen entdeckt?

Isabel: >>Ohh, das ist eine schöne Frage. Eigentlich war es am Anfang gar nicht meine Leidenschaft, sondern die meines Bruders. Ich war 13 Jahre alt und er ärgerte mich, dass ich nicht tanzen könne – das war schon komisch, wenn der Bruder Einem vorhält, dass man als Mädchen nicht tanzen kann. Da ich aber sehr ehrgeizig bin, wollte ich ihm zeigen, was es heißt zu Tanzen – So hat alles angefangen.

Hattest Du Unterstützung auf dem Weg zur Profitänzerin?

 

Isabel: >>In meinem Tanz-Sport-Verein hatte ich zwei Lehrer – einen für Standard– und einen für Lateinamerikanische Tänze. Zusammen mit meinen Eltern haben sie mir soviel Unterstützung wie möglich gegeben, aber letztlich ist der eigene Ehrgeiz entscheidend. Du brauchst keinen Profisport zu machen, wenn Du keinen Ehrgeiz besitzt. Meine Eltern haben mich unterstützt aber nicht gepusht – Es gibt ja Eltern, die ihre Kinder pushen, dazu gehörten meine aber nicht. Höchstleistungen schaffst du also nur durch deinen eigenen Ehrgeiz, das schaffst du nicht durch Unterstützung anderer, sondern das ist wirklich dein eigenes Ding. Du musst für etwas eigenes brennen und es haben wollen und dadurch erreicht man seine Ziele und kämpft sich durch. Ich stande wirklich täglich stundenlang vor dem Spiegel und habe die Schritte geübt, bis sie perfekt waren. Dazu hat mich keiner gezwungen – das habe ich selber gewollt.

Mit Deinem Mann als Tanzpartner hast Du auf dem Höhepunkt Deiner Profitanzkarriere aufgehört zu tanzen – Warum?

 

Isabel: >>Na, weil wir auf dem Höhepunkt waren (Isabel lacht.). Weltmeister sind wir zwar nicht geworden, aber man ist ja auch realistisch. Der Sieg der Europameisterschaft bedingte ein sehr sehr stressiges Leben: Trainieren, trainieren, trainieren und reisen. Das zerrt an Einem nach einer Weile. Als dann zur Frage stand, wie gut die Chancen stehen die Welmeisterschaft zu gewinnen, wussten wir was das an Trainingsstunden bedeuten würde. Wir haben dann gemerkt: Nee, das schaffen wir jetzt nicht –  Europameister ist doch schon geil: Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören.

Was waren Deine persönlichen Meilensteine?

 

Isabel: >>Natürlich, dass ich meinen Mann Marcus kennenlernte und wir uns zusammen ein Leben in Deutschland aufbauen konnten – Dies ist schon eine sehr sehr schöne Geschichte. Dazu kommt der gemeinsame Sieg bei der Europameisterschaft und nun die Eröffnung der 1. eigenen Tanzschule. Außerdem ist „Let´s Dance“ ganz klar auch ein Meilenstein für sich.

Hobbytänzer wie wir können nun bei Marcus und Dir das Tanzen lernen. Ist es nicht langweilig für Euch als Profitänzer von Amateuren umzingelt zu sein, die anfangs kaum den Takt halten können?

 

Isabel: >>Genau das ist es ja, was mir persönlich Spaß macht! Jeder ist mal in dieser Situation mit etwas anzufangen, genau wie ich mit 13. Ich habe sehr viele Jahre mit Profisportlern gearbeitet, da geht es wirklich nur um Leistung – um Millimeterarbeit. Ich möchte gerne jedem, der möchte, das Tanzen näher bringen, weil ich weiß, wie schön es ist und wieviel Spaß es bringt. Jeder, egal welchen Alters, kann tanzen lernen. Das möchte ich gerne weitervermitteln. Ich habe die Sportler-Karriere hinter mir und möchte gerne nun das, was ich gelernt habe weitergeben und deswegen liebe ich meine Tanzschule.

Wie hat der Standardtanz Dein Herz erobert?

 

Isabel: >>Nachdem ich in den Tanz-Sport-Verein hereingeschnuppert habe, war ich dem Tanzen verfallen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Innerhalb von 2 Monaten war ich bereits 5-6 Tage die Woche trainieren. Erst hatte ich Lateinamerikanische Tänze getanzt und später, so mit 18-19 Jahren bin ich zum Standardtanz gewechselt, da ich merkte, dass es mir viel besser liegt. Ich mag auch die Musik so gern – Slowfox, Tangomusik und die Zeit des Swings – Frank Sinatra und Quickstep finde ich einfach toll!

Warum habt Ihr Euch für Hamburg entschieden?

 

Isabel: >>Das ist ganz einfach: Hamburg ist einfach die schönste Stadt der Welt, außerdem ist mein Mann Hamburger.

Was vermisst du an Schweden am meisten?

 

Isabel: >>Das Essen! Natürlich an erster Stelle meine Familie und Freunde, das ist ja ganz klar. Was aber typisch schwedisch ist und ich vermisse, ist schon das Essen. Und manchmal diese „einfache Art zu Denken“. Bei den Schweden gibt es nicht soviel Hin und Her. Du hast deine zwei Möglichkeiten – du entscheidest dich für eine und dann ist gut. Nicht zuviel drum herum schnacken. In Schweden herrscht einfach diese Unkompliziertheit, dieses simple Denken.

 

 

Hier kommen noch ein paar Schnappschüsse aus einer Tanzstunde mit Isabel: Schwungvoll war´s!

Charlev.de Interview mit Isabel Edvardsson

Charlev.de Isabel Edvardsson Eingang der Tanzschule

Charlev.de Isabel Edvardsson beim Tanzunterricht

Charlev.de Isabel Edvardsson beim Tanzunterricht Salsa

NEU_Charlev.de-Isabel-Edvardsson-Lotte-beim-tanzen

Charlev.de Isabel Edvardsson beim Tanzunterricht Gruppenfoto

Isabel Edvardsson, lieben Dank und weiterhin viel Erfolg und vor allem Spaß in Deiner Tanzschule!

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