Mareen´s Bikini: MYMARINI

23. Mai 2015
Prolog: Mareen lud uns in ihren sogenannten Showroom ein, der sich direkt neben Ihrem Wohnzimmer befindet. Sie entwirft Surfermode - made in Hamburg.
Mareen´s Fakten

 

Charlev.de - Mareen Burk von MyMariniName: Mareen Burk

Alter: 31

Eigenes Label: MYMARINI

belebt das Schwimmgeschäft seit:  Herbst 2013

Mareen´s Trendfarbe 2015: Die Kombi macht´s: Anthrazit und Weiß.

 

Hi, Holá und Privet liebe Mareen,

Du bringst mit MYMARINI das ganze Jahr über Sommerstimmung mit: Wie hat es der BADEANZUG/ BIKINI zu dem Produkt geschafft, dem Du so viel Deiner Hingabe schenkst?

 >> Meine Leidenschaft ist das Surfen. Während meines sieben monatigen Aufenthalts in Südamerika habe ich gemerkt, dass die Auswahl an Bademode begrenzt ist, wenn man nicht gerade 14 Jahre alt ist und einen Sternchen-Bilderbuch-Bikini besitzen möchte. Bei meiner Alltagskleidung schaue ich doch auch, dass ich etwas Schönes zum Anziehen habe – und beim Surfen soll ich nun plötzlich einen Adidas-Badeanzug mit drei Streifen tragen? Es muss doch möglich sein, beides zu kombinieren – sportlich und modisch. Das ist der Entstehungsgedanke von MYMARINI.

Charlev.de -Mareen Burk surft von MyMarini

Was macht Deine Bademode besonders und warum können die handelsüblichen Bikinis da nicht mithalten?

>>Die Bademode ist von beiden Seiten tragbar – das ist die Idee von MYMARINI. Das ist ein und derselbe Badeanzug:

Charlev.de - Mymarini -Badeanzug beidseitig tragbarWenn ich in Frankreich und Portugal surfen bin, möchte ich nicht auf meinen Badeanzug Rücksicht nehmen. Normalerweise sollte man den Badeanzug nach Gebrauch mit klarem Wasser auswaschen, da Salz und Chlor den Stoff angreifen. Ich mache es mit meinem Bikini im Urlaub nicht, weil ich sehen möchte, wie schlecht man eigentlich damit umgehen kann. Ich habe ihn nach 3 Wochen Sand, Surfwachs und Sonnencreme zuhause in die Waschmaschine gepackt und später neben ein neues Model gehängt – es war kein Unterschied feststellbar.

 

Von der Idee bis zur Umsetzung – Was waren Deine Meilensteine?

 >>Da ich 6 Jahre in der Modebranche gearbeitet habe, wusste ich, wie das Business grundsätzlich läuft,  und vor allem wen ich kontaktieren kann – das war eindeutig ein großer Vorteil. Also habe ich einfach angefangen. Man muss auf sein Bauchgefühl hören, in sich hineinhorchen und überlegen, was die nächsten Schritte sind und mit wem man zusammenarbeiten möchte. Große Meilensteine gab es eigentlich nicht, das Geschäft hat sich nach und nach entwickelt. Natürlich würde ich Entscheidungen aus heutiger Sicht anders treffen, aber nicht auf die Weise, dass ich irgendeinen meiner Schritte bereue.

Charlev.de -Surfer von MyMarini

Woher bekommst Du die Stoffe und alles, was man sonst noch benötigt, um BADEMODE herzustellen?

>> Als Surfer war für mich klar: ich kann kein Produkt machen, das der Umwelt schadet. Anfangs wollte ich mit recycelten Stoffen arbeiten, doch das hat leider überhaupt nicht funktioniert. Das Problem bei recycelten Stoffen ist, dass bei der Produktion der Stoffe Fasern und Stoffreste rechts und links abfallen, aufgesammelt, entfärbt, eingeschmolzen und neu gewebt werden.

Meine Stoffe: Mir ist wichtig, dass ich ein gutes Produkt habe, welches von Anfang an nachhaltig produziert wird. Der Stoff ist robust, peelt nicht und wird unter besten Bedingungen in Italien hergestellt. Der schwarze Stoff wird mit nur halb so viel Wasser eingefärbt, wie bei üblichen Verfahren. Die Firma mit der ich zusammenarbeite ist diesbezüglich Marktführer in Italien und hat sich die „Green Vision“ auf die Flagge geschrieben, bevor es zum Trend wurde.

Charlev.de - Mymarini - Bademode auf der Stange

Schnitte und Produktion finden in Deutschland statt, die Mitarbeiter werden fair bezahlt. Dies war für mich wichtig, damit ich hinter dem Produkt stehen kann.

Charlev.de - Mymarini Bademode

Kreativer Kopf und Topmanager – vom Papier in die Hand. Woher schöpfst du Deine Inspiration und wie kommt der Bikini an die Frau?

>> Meine Inspiration und Ideen für die neuen Schnitte und Farben hole ich mir aus meinem Alltag, ich bin eigentlich die ganze Zeit wachsam. Ich fertige nach die Entwürfe und Skizzen für die neue Bademode an, die Schnittmuster werden extern angefertigt.

Charlev.de - Mymarini - Badeanzug ohne TrägerIch persönlich kann keinen Schnitt ändern, aber ich erkenne, was falsch ist bzw. geändert werden sollte, da ich ein Grundverständnis für alles habe, was sich in der Firma abspielt. Ich suche auch die Farben aus, die ich für die neuen Schnitte passend finde. Beides wird zu einer Schneiderin in Deutschland geschickt.

Danach kommt das Fotoshooting, denn letztendlich geht es in einem Onlineshop nur um die Fotos. Es hilft nichts, wenn es „in Echt“ ein super Ding ist und auf den Fotos kommt es nicht rüber.

 

Gibt es für Dich Mode-Tabus/ No-Gos bei der Bademode?

>>Letztlich kann jeder machen was er will. Ich finde schlechtes Material geht gar nicht. Ein ausgeleierter Badeanzug vom letzten Jahr sieht einfach nicht mehr gut aus. Wenn man einen Pulli trägt, der ein bisschen peelt, eine abgerockte Jeans oder ausgegurkte Turnschuhe, dann ist es noch lässig, wenn es zum Typ passt. Aber ein abgenutzter Badeanzug geht gar nicht. Alles andere ist geschmackssache.

 imagesMareen, wir finden es großartig, was Du mit MYMARINI auf die Beine gestellt hast – unverkennbar und individuell! Lieben Dank für das Interview auf unserem „BlogSofa“!

Was sagst Du dazu?

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch das Klicken des Buttons stimmst Du dem zu. Wenn du nicht zustimmst, werden keine Daten gespeichert.