LAIKA LOST IN SPACE: Neues Album der DIY-Band

21. April 2015
Ihr Rezept:

Man nehme eine Platte, 5 verschiedene Charaktere und dazu noch eine Hand voll Genres. Dann wird vorsichtig Champagner und schales Bier hinzugefügt und alles ein gutes Weilchen umgerührt. …und tadaa, da sind Sie: die Klänge von Laika Lost in Space!

Ihre Fakten:

Laika Lost in Space by CharlEv LogoGenre: Hardcore-Softpop-Dubstep-Punkrock-Whatever

Mitglieder der Band: Arne, Änno, Püppi, Konstitan, Jim

Plattenfirma: DIY* (= Do it yourself)

Spacen seit: Dezember 2011

Webspace: www.laikalostinspace.com

 

Hi, Holá & Privet LAIKA LOST IN SPACE,

schön Euch bei uns auf dem BLOGSOFA zu haben. Euer Stil schafft etwas Neues und bringt echte Emotionen und Power mit. Was unterscheidet Euren Stil von anderen Genres?

>>Ich glaube das Wichtigste ist, dass wir versuchen uns in keinerlei Weise einzuschränken. Wir gehen nicht ran und sagen: „Das müsste jetzt aber mehr nach Hardcore oder poppiger klingen“. Es ist schon so, dass dann Einer sagt: „Da muss es mehr metern, das muss krachen.“ – aber nie mit der Absicht irgendwelchen Mustern zu folgen oder bestimmte Klischees zu erfüllen. Wir wissen nicht, ob das jetzt ein eigener Stil ist – alle fünf kommen aus unterschiedlichen Richtungen: Püppi mehr aus dem Pop-Bereich, Arne klar aus´m Hardcore, Änno war Punker, Jim mehr Alternativ oder Techno und Konni… der wäre am liebsten in den 80ern geboren. Man hört immernoch die ursprünglichen Musikrichtungen heraus, aber insgesamt ist es dann doch anders.

Was bedeutet es, alles DIY zu machen?

>>Erstmal ´ne Menge Arbeit auf jeden Fall. Wir versuchen den Anteil der Proben so hoch wie möglich zu halten, aber die Zeit am Schreibtisch hat mittlerweile deutlich zugenommen. Da muss Merchandise designt und bestellt, Videos gedreht und geschnitten werden – dieser ganze Corporate Identity Kram – das alles frisst ´ne Menge Zeit. Jedoch heißt DIY nicht, dass wir alles selbst machen. Wir haben da so unser eigenes kleines Netzwerk. Das ist auch das Wichtigste überhaupt: Das Netzwerk. Für Artworks, Videos, Websites, Interviews und Recording braucht man Leute mit Know-How, wenn es gut werden soll. Diese Kontakte selbst zu knüpfen, pflegen und weiter auszubauen, das ist dann DIY – und das ist geil.

Wie plant man eine 14 tägige Tour durch Europa ohne Label?

>>Das ist wie Kochen ohne Rezept. Einige Lebensmittel kennt man sehr gut, andere weniger. Schließlich kommt es auf die Mischung und die Gewürze an. Befreundete Bands in verschiedenen Ländern spielen eine große Rolle, damit der Einstieg in ein DIY Booking Netzwerk gelingt, was echt enorm groß in Europa ist. Dazu durchsucht man das Netz, sichtet Flyer und Tourposter nach Locations und deren Veranstaltern, was im DIY-Bereich meistens Konzertkollektive sind. Nach den ersten 2000 Mails (für 14 Tage Tour) lernt man seine Kommunikation besser zu würzen und die ein oder andere Zutat fliegt raus. Die eigene Musik ist natürlich das Salz in der Suppe. Einem Vegetarier drehe ich keine Bockwurst und einem Gothic-Schuppen keine Folk-Pop Band an. Am Ende zählt: dran bleiben. Bei der zweiten Tour wirds leichter: Guten Appetit!

Laika Lost in Space live Tobias J. Trißl Photographie

Welche Konzerte spielt Ihr am liebsten?

>>Es ist irgendwie alles geil. Sicher genießen wir es, wenn der Laden voll ist und alle total ausrasten – das gibt uns auf der Bühne richtig Feuer. Aber gern erinnere ich mich auch an unseren Auftritt in Paris – in einer Art Döner-Café mit fancy Spiegelwänden. Die war ganz sicher nicht für Konzerte gebaut, aber wir haben es so genossen! Einfach aus dem Grund, weil wir in fucking Paris waren und da gespielt haben! Dabei hatten wir schätzungsweise vier Zuhörer, von denen einer volltrunken und die anderen einfach Gäste des Cafés waren – trotzdem war es unglaublich nice!

Was sind Eure Pläne für dieses Jahr?


LLIS

>>Beim 2. Album steht jede Band vor der Herausforderung etwas Neues zu schaffen und gleichzeitig am Stil des Vorhergehenden anzuknüpfen. Wir haben uns fürs zweite Album gedacht: „Entweder wir finden einen Weg, oder wir schaffen einen“ (frei nach Hannibal). Wir nehmen jeweils zwei Songs an vier Orten zu vier Zeiten auf. Vier Orte, zu denen wir eine tiefe Verbindung haben. Nicht nur das Ergebnis ist entscheidend, sondern auch der Prozess. Anschließend releasen wir online im Abstand von einem halben Jahr jeweils einen Part à zwei Songs. Der erste Part ist ab dem 4. Mai für alle hörbar. Alle Songs gebündelt sind dann das „A Time Lapse Anthology“- Album.

Neben ´ner hoffentlich fetten Tour und ein paar Festival-Gigs releasen wir Ende Mai in Zusammenarbeit mit der Bierfabrik aus Berlin unser eigenes Bier!! Der Name ist noch geheim, aber eins kann ich versprechen: das wird der Kracher. Gibt nämlich pro Flasche einen Download-Code obendrauf – und das Bier ist der Shit: so lecker!

LAIKA LOST IN SPACE, wir drücken Euch die Daumen für alles, was vor Euch liegt! Abschließend sagt uns doch noch: Was waren die „best and worst moment“ auf Tour?

>>Einer der besten Momente: Wir kriegen pro Mann/Frau eine Karaffe Rotwein als Catering (+Salat) (Evreux, Frankreich).

Worst: Eine 2-köpfige Supportband im Gepäck! Nach der Hälfte der Europa-Tour löste sie sich kurzentschlossen auf und einer von beiden fuhr nach Hause.

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